5 Smart‑Home‑Tipps, die beim Neubau fast immer vergessen werden – und später richtig teuer werden

5 Smart‑Home‑Tipps, die beim Neubau fast immer vergessen werden – und später richtig teuer werden

Wer heute baut oder saniert, denkt fast automatisch an ein Smart Home. Doch während viele an schicke Glastaster, Sprachsteuerung oder smarte Beleuchtung denken, werden die wirklich wichtigen Vorbereitungen in der Rohbauphase oft übersehen. Genau diese kleinen Details entscheiden später darüber, ob dein Smart Home flexibel, erweiterbar und zukunftssicher ist – oder ob du bei jeder Änderung wieder Wände aufstemmen musst.
Hier kommen 5 Profi‑Tipps, die in der Praxis ständig vergessen werden, aber enormen Mehrwert bringen.

1. Bus‑Kabel unter der Kücheninsel – für smarte Bewegungsmelder beim Kochen

Die Kücheninsel ist heute das Herz vieler Häuser. Was viele nicht wissen:
Ein KNX‑Buskabel unter der Insel eröffnet später geniale Möglichkeiten.

Warum das so wertvoll ist:

  • Du kannst einen Boden‑ oder Fußbewegungsmelder nachrüsten
  • Beim Kochen schaltest du Licht oder Szenen mit einer kleinen Fußbewegung
  • Hände bleiben sauber, kein Taster wird fettig
  • Perfekt für Arbeitslicht, Nachtlicht oder „Kochmodus“

Diese Kleinigkeit kostet im Rohbau fast nichts – später aber sehr viel Aufwand.

2. Bewegungsmelder / Präsenzmelder knapp über der Tür montieren – statt mitten im Raum

Viele Bauherren setzen Bewegungsmelder der Präsenzmelder oft an die falsche stelle.
Der Profi‑Tipp lautet:

Bewegungsmelder/Präsenzmelder knapp über der Tür platzieren.

Der Vorteil:

  • Wenn die Tür offen steht, löst der Melder nicht ständig aus, sobald jemand vorbeiläuft
  • Besonders sinnvoll im Gäste‑WC, Abstellraum, Speisekammer oder Hauswirtschaftsraum
  • Du bekommst eine saubere, zuverlässige Erkennung, ohne Fehltrigger

Ein kleiner Positionswechsel – ein riesiger Unterschied im Alltag.

3. Buskabel in der Decke vorbereiten – für Präsenzmelder & Aktoren

Die Decke ist der perfekte Ort für:

  • Präsenzmelder
  • Unterputz‑Aktoren
  • Sensoren
  • Lichtsteuerungen

Doch ohne Buskabel wird das Nachrüsten schnell zur Katastrophe.

Darum gilt:

Immer mindestens ein KNX‑Buskabel in jede relevante Decke legen.

Damit bleibt dein Smart Home flexibel – egal, welche Technik in 5 oder 10 Jahren kommt

4. KNX RF direkt mit einplanen – für Fernbedienungen & flexible Erweiterungen

KNX RF (Funk) wird oft unterschätzt. Dabei ist es eine extrem elegante Lösung, um später Funktionen zu erweitern, ohne Wände zu öffnen.

Beispiele:

  • Gira RF Fernbedienung nachrüsten
  • Zusätzliche Taster ohne Kabel
  • Gewerke wie Licht, Beschattung oder Szenen flexibel steuern
  • Perfekt für Räume, die sich später verändern (Kinderzimmer, Büro, Hobbyraum)

Wenn du die RF‑Infrastruktur direkt mitdenkst, sparst du später viel Aufwand.

5. Zusatzspannung immer durchklemmen – für smarte Taster mit Display

Viele moderne Taster – besonders Premium‑Modelle – benötigen zusätzliche Versorgungsspannung.

Was oft passiert:

  • Die Spannung wird nicht durchgeklemmt
  • Später möchte man ein Display‑Taster nachrüsten
  • Und plötzlich fehlt die Versorgung
  • Ergebnis: Wand aufstemmen oder verzichten

Darum:

Immer Zusatzspannung durchklemmen – auch wenn du sie heute nicht brauchst.

Das ist einer der häufigsten Fehler auf Baustellen.

Fazit: Ein zukunftssicheres Smart Home entsteht nicht durch Geräte – sondern durch Vorbereitung

Die meisten Smart‑Home‑Probleme entstehen nicht durch Technik, sondern durch fehlende Planung.
Mit diesen fünf einfachen Maßnahmen schaffst du die Grundlage für ein System, das:

  • flexibel bleibt
  • sauber nachrüstbar ist
  • keine teuren Umbauten erfordert
  • und dir im Alltag echten Komfort bringt

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